Tagestakt

Bei der sogenannten Tagesbaustelle, die sich vorrangig auf das Kunststoffverbundmantelrohr (KMR) bezieht, werden die entscheidenden Schritte der Verlegung (Straßenaufbruch, Graben incl. Kopflöcher ausheben, Verbau des Kopfloches, Rohre verlegen, einsanden, verdichten und Graben verfüllen) innerhalb eines Arbeitstages durchgeführt. Dadurch entfallen aufwendige, langfristige Verkehrssicherungsmaßnahmen. Auf viele Behelfsbrücken kann verzichtet werden. Die Akzeptanz bei der Bevölkerung ist aufgrund der nur kurzfristigen Behinderung größer und auf den Verbau des Grabens kann zumeist verzichtet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die Verlegetiefe 1,25 m nicht überschritten wird, der Graben einen Tag ohne Verbau steht und größere Rohrlängen (siehe Pipelineverlegung) in einem Schritt verlegt werden können, d.h. es sollten keine kreuzenden Leitungen in diesem Bereich liegen. Außerdem muß das KMR kalt verlegt werden, da der Graben sofort verfüllt wird. Die gesamte Baumaßnahme, beginnend beim Markieren des Trassenverlaufs bis zum Erstellen der Verschleißdecke, dauert ca. 7 Arbeitstage, im Gegensatz zu den bisher benötigten 18-20 Tagen. Bei flexiblen Rohrsystemen ist die Verlegung im Tagestakt alleine durch termingerechte Planung möglich, da geringere Anforderungen an den Tiefbau gestellt werden und die Verlege-/Verbindungstechnik einfacher ist. Sofern die Rohrleitungen "von der Rolle" verlegt werden, ist eine weitere Beschleunigung der Verlegung möglich. Dies kommt besonders bei der Verlegung im Grünbereich zum Tragen, da dort der zeitaufwendige Aufbruch und die Wiederherstellung des Straßenoberbaus entfällt.