Strahlennetze werden aufgrund ihrer einfachen Struktur meist bei kleineren Nahwärmenetzen eingesetzt. Durch die kurzen Rohrleitungswege und die geringen Durchmesser ergeben sich geringe Baukosten und Wärmeverluste. Nachteilig ist, dass nachträgliche Erweiterungen hydraulisch problematisch sind und dass die Versorgungssicherheit geringer ist, da bei einer Netzstörung der gesamte Strang abgeschaltet werden muss.
Strahlennetze können einsträngig oder mehrsträngig (mehrere Abzweige direkt vom Heizwerk) sein, abhängig von der städtebaulichen Lage. Mehrsträngige Anlagen können wie zwei getrennte Netze betrachtet werden, wenn sie getrennt geregelt werden. Die größere Unabhängigkeit (z.B. bei Reparatur) wird jedoch durch die höheren Investitionen erkauft.