Flachverlegung

Bei der herkömmlichen Verlegung, der sogenannten Gefälleverlegung, werden die Rohrleitungen mit definierten Hoch- und Tiefpunkten, jeweils mit Entlüftungsarmaturen, verlegt. Bei der Flachverlegung hingegen folgen die Rohrleitungen der Geländeform ohne geplante Hoch- und Tiefpunkte. Von Vorteil ist der Verzicht auf Entlüftungs- und Entleerungsarmaturen bzw. -schächte (ca. 7669 Euro pro Schacht und ca. 1 Schacht pro 100 m) und die geringeren Tiefbaukosten. Außerdem können andere Leitungen einfacher gekreuzt werden, was die Trassenfindung vereinfacht. Die Reparaturarbeiten werden jedoch u.U. schwieriger, da die Entleerung/Entlüftung ohne Schachtbauwerke aufwendiger ist. Bei zu geringer Überdeckung besteht bei Stichleitungen, die nicht immer durchströmt werden im Winter die Gefahr des Einfrierens. Daher sollte ein Mindestdurchfluß (Bypass), abhängig von Verlegetiefe, Rohrdurchmesser, Netztemperatur, Isolierstärke etc. durch die Hausstation gewährleistet werden.