Die Einschleif-Trassenführung verzichtet vollständig auf ein im Straßenraum liegendes Verteilnetz mit Abzweigen. Statt dessen wird vom Heizwerk ausgehend jeweils das nächstliegende Gebäude angeschlossen. Von diesem wiederum wird wie bei der "Haus-zu-Haus-Trassenführung" das nächstgelegene Gebäude versorgt. Dadurch entfallen erdverlegte Verbindungen und Abzweige und es ist keine Montage im Graben erforderlich. Sofern die Rohre innerhalb der Gebäudeausschachtung bei Neubauten verlegt werden können, reduzieren sich auch die Tiefbauarbeiten drastisch. Nachteilig ist, dass nachträgliche Erweiterungen fast unmöglich sind und dass Genehmigungen zur Nutzung privater Grundstücke und Gebäude eingeholt werden müssen. Kostensteigernd wirkt sich aus, dass doppelt so viele bzw. doppelt so große Mauerdurchbrüche wie bei der "Standard-Trassenführung" notwendig sind und die Investitionskosten bei flexiblen Systemen überproportional mit der Nennweite ansteigen. Aufgrund dieser Vor- und Nachteile wird die Einschleif-Trassenführung vorrangig bei kleinen, geschlossenen Netzen mit flexiblen Rohrsystemen evtl. kombiniert mit der Kellerverlegung eingesetzt.