[wärmeverteilung]

Netzparameter

Für den Netzbetrieb entscheidend sind die Parameter Druck und Temperatur:
Der Wärmeerzeuger gibt den Rahmen für die Netztemperatur (Vor- und Rücklauf) vor. Eine Erhöhung der
Vorlauftemperatur ist z.B. durch einen zwischengeschalteten Spitzenlastkessel und eine Rücklauftemperatur-
absenkung z.B. durch eine Wärmepumpe möglich. Die Netztemperaturen müssen bei der Auslegung der Hausstationen
(direkt, indirekt bzw. mit oder ohne Warmwasser) und des Netzes (Stahl oder Kunststoff als Mediumrohr)
beachtet werden. Die Vorlauftemperatur variiert dabei zumeist zwischen 70 und 130 °C, die Rücklauftemperatur
zwischen 30 - 60 °C. Aufgrund wirtschaftlicher Vorteile wird eine Netzvorlauftemperatur unter 90 °C für Nahwärme-
systeme gewählt. Der Netzdruck ist im Gegensatz zur Netztemperatur vorrangig von der Netzstruktur und der
Topographie abhängig. Der Netzdruck muss ausreichend hoch sein, um den kritischen Verbraucher zu versorgen
und zugleich sicherstellen, dass bei diesem der Druck mit ausreichendem Sicherheitsabstand oberhalb des
Dampfdruckes des Wärmeträgers liegt. Dies gilt ebenfalls für den Ruhedruck , der bei Stillstand des Systems durch
eine Druckhalteeinrichtung aufrechterhalten wird. Die Kundenanlagen, d.h. die Wärmetauscher bei indirektem bzw.
die Heizkörper bei direktem Anschluß, müssen für diesen Druck ausgelegt werden.
Druckerhöhungsstationen, die bei hohen Druckverlusten zur Vermeidung unzulässiger Netzdrücke eingesetzt werden,
sind bei kleinen und mittleren Wärmeverteilungsnetzen im Regelfall nicht notwendig.
Für die Strömungsgeschwindigkeit in den Rohren muss die Mindest- (ansonsten Gefahr des Einfrierens bei
Flachverlegung) und Maximalgeschwindigkeit (Geräuschentwicklung, Druck) eingehalten werden.
Im Regelfall werden Strömungsgeschwindigkeiten von 1-2 m/s erreicht.