Voraussetzung für die Nutzung der Abwärme ist die räumliche Nähe zur Abwärmequelle (z.B. Chemische Industrie, Eisen- und Stahlindustrie) und eine kalkulierbare Verfügbarkeit.
Hierbei muss beachtet werden, dass viele Betriebe "lohnende" Abwärmequellen schon betriebsintern nutzen und so evtl. nur ein kleiner Anteil extern in ein Nahwärmenetz eingespeist werden kann.
Da die Abwärme oft produktionsabhängig und nicht kontinuierlich anfällt, wird meist über einen konventionellen Wärmeerzeuger (z.B. Heizkessel) die Versorgung abgesichert.
Da der Ersatzwärmeerzeuger für die Spitzenlast ausgelegt werden muss, können im Regelfall durch Abwärmenutzung nur variable Kosten und keine Investitionskosten eingespart werden.
Daher wird Abwärme nur genutzt, wenn die Kosten deutlich unterhalb der Brennstoffkosten liegen.