[wärmeerzeugung]

Biomasse

Der regenerative Energieträger Biomasse (z. B. Holz, Stroh, Energiepflanzen) verfügt in Deutschland über ein erhebliches Potential, das über Verbrennungs- und Vergasungsverfahren für die Wärme- und Stromerzeugung erschlossen werden kann. spezifische Daten fürFestbrennstoffeBiomasse/Biogas.
Die Verbrennungsverfahren für die Wärmeerzeugung sind – zumindest für den Brennstoff Holz – technisch ausgereift, erprobt und am Markt verfügbar. Hierbei kommen in Nahwärmenetzen fast ausschließlich Hackschnitzelfeuerungen zum Einsatz.
Die Biomasse-KWK für Nahwärmenetze ist technisch anspruchsvoll und besonders im niedrigen Leistungsbereich kaum wirtschaftlich realisierbar.
Der bei Verbrennungsanlagen mit KWK eingesetzte Dampfturbinenprozeß ist nur bei großen Anlagen wirtschaftlich sinnvoll, so dass im Nahwärmebereich Vergasungsverfahren mit BHKW favorisiert werden. Diese Technologie wird jedoch erst in den nächsten Jahren technisch ausgereift (Ziel: teerarmes Gas) und am Markt verfügbar sein.
Die Hackschnitzelanlagen bestehen aus einem Biomassekessel und den dazugehörigen Nebenanlagen (Gebäude, Brennstoffbunker, Beschickungssystem, Abgasreinigungsanlagen und Kamin).
Die Wärmebereitsstellung ist für den gesamten betrachteten Leistungs- (0,1-2 MWth) und Temperaturbereich (bis 130 °C) möglich; optimale Wirkungsgrade ergeben sich für Temperaturen unter 120 °C.
Da das freigesetzte CO2 der Biomasseanlagen gleich der beim Verrottungsprozeß ohnehin anfallenden Menge ist, gelten Biomasse-Anlagen als CO2-neutral.