Blockheizkraftwerke (BHKW) erzeugen elektrischen Strom und thermische Energie (Wärme) und gehören damit zu den Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK).
Die eingesetzte Brennstoffenergie wird im Antriebsaggregat (Verbrennungsmotor oder Gasturbine) in thermische und mechanische Energie umgewandelt. Die mechanische Energie wird mittels eines Generators zur Stromerzeugung genutzt. Die in der Motorabwärme, im Ölkreislauf und im Abgas enthaltene thermische Energie wird über Wärmetauscher ausgekoppelt, um Dampf oder Heißwasser zu erzeugen. Da die Rücklauftemperatur bei den meisten Motoren ca. 70 °C nicht überschreiten darf, ist auf eine ausreichende Kühlung zu achten.
Als Brennstoff wird neben Erdgas auch Heizöl, Deponie-, Klär- oder Biogas eingesetzt.
BHKW-Module sind für den gesamten Nahwärme-Leistungsbereich ab 5 kWel (Gasturbinen ab 500 kWel)erhältlich und gestatten Vorlauftemperaturen von üblich 80-90 °C (heißgekühlte Motoren ermöglichen max. 120 °C).
Durch die gekoppelte Erzeugung von Wärme und Strom ergibt sich gegenüber der getrennten Erzeugung eine erhebliche Primärenergieeinsparung und je nach Vergleichsvariante eine CO2-Emissionsverringerung bis auf 60%.