Zur Ermittlung der Jahresdauerlinien werden standardisierte Verfahren (Typtagverfahren nach VDI-Richtlinie 2067) oder Verfahren auf der Basis vom Monats-, Jahres- oder bestimmten Tagesverbrauchswerten angewendet.
Bei Neubauten kann jedoch auf keine Verbrauchswerte zurückgegriffen werden.
Unter der Annahme einer näherungsweise linearen Abhängigkeit zwischen Außentemperatur und Wärmebedarf ist aber trotzdem eine für die Auslegung hinreichend genaue Jahresdauerlinie konstruierbar.
Das Bild zeigt die Wärme-Jahresdauerlinie für eine Wohnsiedlung.
Deutlich erkennbar ist die ausgeprägte Spitzenlast und die Grundlast.
Der Jahresverbrauch entspricht der Fläche unter der Dauerlinie.
Charakteristisch für Wohnsiedlungen ist der annähernd konstante Warmwasserbedarf und der außentemperaturabhängige Raumwärmebedarf.
Typische Vollbenutzungsstunden der Anschlußwerte betragen 1500 h/a bzw. 1700 h/a (mit Brauchwasser).