[wärmebedarf]

Raumwärmebedarf

Das Verfahren zur Berechnung des Wärmebedarfs eines Gebäudes ist
gemäß [DIN4701] genormt. Wärmebedarfsrechner
Dieses Verfahren beinhaltet eine raumweise Berechnung, wobei für jede
Schicht eines Bauteils der Wärmeleitwiderstand ermittelt werden muss.
Zwar können diese Werte entsprechenden Tabellen [DIN4108] entnommen werden,
jedoch erfordert dieses Vorgehen einen sehr hohen Aufwand für die Daten-
erhebung und eignet sich nur für die Wärmebedarfsbestimmung einzelner,
exponierter Gebäude. Im Gegensatz dazu ist mit dem so genannten Siedlungs-
typenverfahren eine sehr einfache, überschlägige Wärmebedarfsermittlung möglich.
Dabei werden die realen Bebauungen verschiedenen typischen Gebäude- und
Siedlungsstrukturen zugeordnet, für die bereits Kenndaten ermittelt worden sind.
Bei guter Übereinstimmung zwischen realer Bebauung mit der jeweiligen Typisierung
kann mit Hilfe dieser Werte schnell und kostengünstig der Wärmebedarf
abgeschätzt werden.
Für Häuser, die nach der aktuellen WSchV errichtet worden sind, ist eine weitere,
unkomplizierte Bedarfsermittlung im Bild dargestellt. Diese Werte wurden mit
den Daten der WSchV [ in kWh/(m2a)], den Vollbenutzungsstunden sowie den
Gebäudegeometrien berechnet und gelten für freistehende Einzelhäuser.
Endabschnitte von Reihenhäusern und Wohnblöcken weisen ca. 5%, und
Mittelabschnitte ca. 10% geringeren Heizwärmebedarf auf.
Jahresdauerlinie