[leitfaden / optimierung des gesamtsystems]

Wärmeerzeugung

Bei der Wärmepumpennutzung bestimmt die Vorlauftemperatur nahezu alleine den Wirkungsgrad; dieser ist näherungsweise proportional zur Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle (z.B. der Erdboden) und Wärmesenke (Netzvorlauf), so daß die Absenkung der Vorlauftemperatur zu einer deutlichen Wirkungsgradsteigerung führt (Halbierung der Temperaturdifferenz ˜ Halbierung der Energiekosten). Bei der Wärmebereitstellung mittels Abwärme oder Geothermie können bei niedrigerer Vorlauftemperatur evtl. auch Quellen mit geringerem Temperaturniveau nutzbringend eingesetzt werden bzw. bei abgesenkter Rücklauftemperatur die Wärme besser genutzt werden. Bei den anderen vorgestellten Wärmeerzeugern hat die Vorlauftemperatur dagegen keinen signifikaten Einfluß auf den Wirkungsgrad oder die Wärmegestehungskosten. Dagegen hat die Rücklauftemperatur zumeist einen wesentlich größeren Einfluß auf die Wärmegestehungskosten. Systeme, bei denen die Wärme des Rücklaufs "verloren" ist, wie die Geothermie, die Solarthermie und die Abwärmenutzung profitieren von einer effektiveren Auskühlung des Rücklaufs im besonderen (Verdoppelung der Auskühlung ˜ Halbierung der Wärmegestehungskosten). Wärmeerzeuger, die Primärenergieträger "verbrennen" (Biomasse, Heizkessel, BHKW und Brennstoffzelle), können durch eine abgesenkte Rücklauftemperatur die Rauchgaswärme bzw. die latente Wärme des Wasserdampfes besser nutzen. Durch Absenkung der Rücklauftemperatur auf ca. 50 °C bei konventioneller Technik bzw. auf 30 °C bei Brennwerttechnik kann die Energieausbeute um ca. 5-10 % und bei wasserreichen Brennstoffen (Biomasse) bis zu 30 % gesteigert werden. Dagegen ist bei der Wärmebereitstellung mittels Wärmepumpen die Rücklauftemperatur von untergeordneter Bedeutung.