| Energieeinsparverordnung |
|
(EnEV), Die EnEV ist seit 1. Februar 2002 in Kraft. Sie ersetzt die bisherige Wärmeschutzverordnung und die Heizungsanlagen-Verordnung (Gebäude, Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung) zusammenfassen. Sie erhöht die Wärmeschutzanforderungen in Neubau und Bestand und schafft mehr Transparenz des Energie- und Wärmebedarfs für Gebäudeeigentümer und Mieter. |
|
| Energiefluss |
| Energiefluss ist der Transport von Energie, ggf. unter Einbeziehung verschiedener Energieumwandlungen. Die bei der Nutzung von Energie durchgeführten Umwandlungen können in einem Energieflussbild dargestellt werden, wobei hier Umwandlungen zwischen verschiedenen Energiearten auftreten. |
|
| Energieflussbild |
|
anschaulichen Darstellung des Energieflusses innerhalb eines Bilanzraumes, bei einzelnen technischen Anlagen, auch Sankey-Diagramm. |
|
| Energieform |
|
ist die durch technisch-physikalische Veränderung der Energieträger auftretende konkrete energetische Erscheinungsform der Energie. Physikalisch unterscheidet man unterschiedliche Arten und Formen von Energie ( Energieformen): - mechanische Energie (Bewegungs- oder kinetische - Energie, potenziale Energie der Lage) - Wärmeenergie (thermische Energie) - chemische Energie - elektrische Energie - Strahlungsenergie - Kernenergie und Fusionsenergie oder Zwischenstufen der Energieumwandlungskette. Man unterscheidet unbeschränkt umwandelbare Energieformen, z.B. elektrische Energie, Nutzarbeit und beschränkt umwandelbare Energieformen, z.B. innere Energie oder Wärme Im Rahmen der Energieversorgung und -anwendung wird zwischen verschiedenen Energieformen unterschieden: Primärenergie, Sekundärenergie, Endenergie, Nutzenergie. |
|
| Energiemix |
|
Bezeichnet eine Kombination verschiedener Energiequellen, die die Energieversorgung eines i.d.R. größeren Bilanzraumes, z.B. eines Landes ausmachen. Energiemix kann die vorhandene, gewachsene Struktur bezeichnen oder die zukünftig erwünschte Struktur. Die Energiepolitik kann durch langfristige Maßnahmen auf einen veränderten Energiemix hinwirken. Sie muss dabei realistische Annahmen für die Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Primärenergien und Technologien zugrundelegen. |
|
| Energiequellen |
|
sind in der Natur vorhandene Vorräte an Energie (z.B. Kohle, Erdöl, Erdgas, spaltbares Material) oder von der Natur laufend zur Verfügung gestellte Energie (z.B. Wasserkraft, Erdwärme, Windenergie, Sonnenstrahlung, Gezeiten), in Form von Energieträgern und Energieformen auftretend. Sie unterscheiden sich z.B. in der Energieart, in der Art des Vorkommens, in der Verfügbarkeit, in der Konzentration, in der Abhängigkeit von Umgebungsfaktoren usw. |
|
| Energiereserven |
|
Vorräte an fossilen Brennstoffen (fossile Energieträger), die nachgewiesen, sicher verfügbar und mit heutiger Technik wirtschaftlich gewinnbar sind. |
|
| Energiespar-Contracting |
|
auch Performance-Contracting, eine Form des Contracting, bei der die eingesparten Energiekosten die Finanzierung der Investitionen des Contractors zuzüglich eines Gewinns amortisieren. |
|
| Energiesparen |
|
Alle Maßnahmen, die den Energieverbrauch vermindern, z.B. Nachtabsenkung der Raumtemperatur, Abschalten von Stand-by-Verbrauchern, Erhöhung von Wirkungs- und Nutzungsgraden von geräten und Anlagen, Wärmedämmung, Kraft-Wärme-Kopplung usw. |
|
| Energiespeicherung |
|
Energiespeicher dienen dem Ausgleich zwischen dem im betrachteten Bilanzraum aktuell oder in einer absehbaren Zeitspanne benötigten und der beschaffbaren bzw. erzeugbaren Energie. Die Speicherbarkeit der Energie und der Aufbau dazu notwendiger Anlagen ist von der zu speichernden Energieform abhängig. Brennstofftanks, Kohlehalden und Gasspeicher stellen einfache Speicher für chemische Energie (Brennstoffe) dar. Warmwasserspeicher, Erdwärmespeicher speichern Wärmeenergie. Stromspeicher können als Speicherkraftwerke, Batterien, Elektrolyseanlagen in Verbindung mit z.B. Brennstoffzellen realisiert werden. |
|
| Energieträger |
|
sind Stoffe oder Systeme, die infolge ihres Zustandes oder ihrer Struktureigenschaften Fähigkeiten zur technisch-ökonomischen Energieumwandlung besitzen. Man unterscheidet Primär- und Sekundärenergieträger. Stoffe (gasförmig, z.B. Erdgas, Wasserstoff; flüssig, z.B. Benzin, Biodiesel; fest, z.B. Holz, Kohle) oder physikalische Erscheinungen (z.B. elektrischer Strom und Sonnenstrahlung), die Energie speichern. Energieträger können in gewissen Grenzen und mit Verlusten ineinander umgewandelt werden. |